ANDREAS BAUER

Andreas Bauer ist ein international gefragter Opern- und Konzertsänger und Ensemblemitglied der Oper Frankfurt.

Mit außergewöhnlicher stimmlicher und darstellerischer Ausdruckskraft sowie klanglicher Souveränität begeistert er Publikum und Fachpresse. Durch das dunkle, warme Timbre seiner vollen Stimme mit großem Umfang ist Andreas Bauer besonders für das italienische Fach prädestiniert.

Wichtige Hauptrollen des seriösen Bassfaches singt er in sieben verschiedenen Sprachen und unterstreicht damit seine Wandlungsfähigkeit und Ausnahmestellung. 

Zu seinem Repertoire gehören Verdi-Partien wie Filippo II., Zaccaria, Fiesco, De Silva, Sparafucile, Ferrando und Lodovico, aber auch lyrische Wagner-Partien wie König Marke, König Heinrich, Landgraf Hermann und Daland.

Mit großem Erfolg und bühnenwirksamer Intensität singt er gleichwohl Gounods Mephisto (französisch), Bártoks Herzog Blaubart (ungarisch), Dvořáks Wassermann (tschechisch), Tschaikowskys Gremin (russisch) und Benjamin Brittens Claggart (englisch).

Andreas Bauer studierte Gesang bei Prof. Eugen Rabine in Weimar, später bei Paolo Barbacini in Italien, Robert Lloyd in London, Massimiliano Bullo in Mailand und Robert Gonnella in Toulouse.

Seit 2013 gehört Andreas Bauer dem Ensemble der Oper Frankfurt an, wo er Partien wie Filippo II., Fiesco, Lodovico, ebenso wie König Marke, König Heinrich, Landgraf Hermann und Daland übernahm. Ferner war er als Sarastro, Komtur, Osmin, Escamillo, Colline und als Wassermann in Dvořáks Rusalka zu erleben. Die Titelrolle in Herzog Blaubarts Burg ist für Oktober 2017 geplant.

Eine besondere Hinwendung gilt dem Verdi-Repertoire. Großen Eindruck hinterließ Andreas Bauer mit der Partie des Zaccaria (Nabucco) bereits an der Seattle Opera, an der Oper Leipzig und in Sassari. 2017 singt er diese Rolle auch an der Lettischen Nationaloper Riga. Hier wird er Anfang 2018 erstmalig auch den Herzog De Silva (Ernani) interpretieren – unter der Leitung von Daniel Oren.

Eine weitere Rolle, die er virtuos ausfüllt, ist Mephisto in Gounods Faust. 2016 begeisterte er damit auf unnachahmliche Weise das Publikum in einer preisgekrönten Inszenierung an der Oper in Riga. 2016 gastierte Andreas Bauer außerdem als König Heinrich (Lohengrin) an der Deutschen Oper Berlin und am New National Theater in Tokio, sowie als Nachtwächter (Meistersinger) an der Opéra Bastille in Paris.

Ein Höhepunkt desselben Jahres war sein Debüt an der Mailänder Scala mit dem Mozart-Requiem und mit dem Verdi-Requiem am Münchener Gasteig.

Das ehemalige Ensemblemitglied der Staatsoper Berlin und des Mainfrankentheaters Würzburg ist auch als Sarastro sehr gefragt – eine Rolle, in welcher er seine Legatokultur auf besondere Weise entfaltet. Als Sarastro gastierte Andreas Bauer außerhalb Frankfurts bereits an der Staatsoper Berlin, der Semperoper Dresden, der Komischen Oper Berlin, an der Opéra Comique in Paris, der Malmö Opera, beim Budapest Festival und in Abu Dhabi.

Als Claggart war Andreas Bauer 2013 in einer hochgeschätzen Marcelo-Lombardero-Inszenierung von Billy Budd in Santiago de Chile zu erleben.

Den Eremit sang er in einer Premiere des Freischütz unter der Leitung von Christian Thielemann 2015 an der Semperoper Dresden. Diese Produktion ist auf DVD bei Unitel Classica erhältlich.

Als international gefragter Konzertsänger sang er u.a. an der Mailänder Scala, in der Berliner Philharmonie, am Münchener Gasteig, in der Kölner Philharmonie, in der Tonhalle Düsseldorf, im Leipziger Gewandhaus, in Tokio, Osaka, Tampere, Toulouse und im Auditorio Nacional de Musica in Madrid.

Das Konzertrepertoire von Andreas Bauer umfasst neben dem Verdi-, Mozart- und Brahms-Requiem alle großen Basspartien der gängigen Oratorien.

Sein ELIAS mit dem WDR Sinfonieorchester wurde 2016 live aus der Kölner Philharmonie übertragen.

Als gefragter Bass in der Neunten Sinfonie Beethovens ist Andreas Bauer in bedeutenden Konzertsälen zu hören – mit Liveübertragungen u.a. aus der Tokio Suntory Hall, der Osaka Festival Hall oder dem Gewandhaus Leipzig.

Andreas Bauer sang unter Dirigenten wie Claudio Abbado, Sir Colin Davis, Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Sebastian Weigle, Ivan Fischer, Ádám Fischer, Andris Nelsons, Philippe Jordan, Pier Giorgio Morandi, Ingo Metzmacher, Gustavo Dudamel und Christian Thielemann.